Prima Klima

Prima Klima an der Ludwigschule –

Regeln für unser Zusammenleben und Maßnahmen bei Fehlverhalten

 

Die The­matik der gewalt­freien Schule als fes­ter Bestandteil unseres Schul­pro­gramms wurde im Lehrerkol­legium evaluiert. Gemein­sam wurde über­legt, wie wir das Sozialver­al­ten unser­er Schüler/innen weit­er­hin pos­i­tiv bee­in­flussen kön­nen, um ein gesun­des Lern- und Sozialk­li­ma zu schaf­fen. Wir kamen zu dem Entschluss, dass hier­für all­ge­mein verbindliche Regeln und Maß­nah­men notwendig sind, die alle ver­ste­hen und ein­hal­ten kön­nen.

Regeln  und Maß­nah­men bieten den Kindern Sicher­heit, Ver­lässlichkeit und Ori­en­tierung im Schu­lall­t­ag. Ohne sie lässt sich nicht kon­struk­tiv zusam­men leben und ler­nen. Sie sich­ern die Spiele- und Arbeit­sräume und bieten damit einen Schutz für die Kinder. Im Vorder­grund unser­er Über­legun­gen stand der Aspekt, dass Regeln keines­falls eine Schikane der Kinder darstellen, son­dern vielmehr allen nützen sollen. Aus diesem Grund wur­den sowohl Kinder als auch Lehrer gle­icher­maßen an der Auf­stel­lung der Regeln beteiligt.

Was wir voneinander erwarten: 

 

Wir, die Kinder, Eltern und Lehrer der Lud­wigschule wollen uns an unser­er Schule wohl fühlen! Wir acht­en das Ver­hal­ten, die Mei­n­ung und das Ausse­hen ander­er Men­schen und begeg­nen ihnen mit Respekt und Höflichkeit! Für ein gutes und friedlich­es Miteinan­der ist es wichtig, dass wir uns alle an bes­timmte Regeln hal­ten!

Was die Eltern von den Lehrern erwarten kön­nen:

einen höflichen Umgang mit allen Kindern und Eltern

eine gute Ler­nat­mo­sphäre, damit die Leis­tungs- und Lern­bere­itschaft jedes einzel­nen Kindes gefördert wird

einen angemesse­nen Umgang mit Störun­gen (z. B. Kon­flik­t­bear­beitung und — beratung in enger Zusam­me­nar­beit mit den Eltern

die möglichst indi­vidu­elle Förderung eines jeden Kindes zur per­sön­lichen Ent­fal­tung

eine ver­trauensvolle und offe­nen Zusam­me­nar­beit zwis­chen Eltern und Lehrern

Ange­bot von indi­vidu­ellen Gesprächen (nach vorheriger Vere­in­barung, nicht während der Unter­richt­szeit)

 

Was die Lehrer von den Eltern erwarten:

eine offene und ver­trauensvolle Zusam­me­nar­beit mit der Schule

Die Kinder wer­den pünk­tlich und aus­geruht mit einem gesun­den Früh­stück zum Unter­richt geschickt.

Das Arbeits­ma­te­r­i­al der Schüler ist voll­ständig und ordentlich, dieses wird regelmäßig über­prüft.

Die Eltern informieren sich nach Abwe­sen­heit über die Inhalte der Eltern­abende.

Die Eltern acht­en auf die sorgfältige Erledi­gung der Hausauf­gaben.

 

Was die Lehrer von den Schülern erwarten:

Respekt und Höflichkeit gegenüber allen Kindern, Lehrern und Mitar­beit­ern unser­er Schule

Ein­hal­ten vere­in­barter Schul- und Klassen­regeln ( in der Klasse, dem Schul­ge­bäude und dem Schul­gelände )

sorgfältiger Umgang mit den Ein­rich­tun­gen und der Ausstat­tung unser­er Schule

 

Was die Schüler von den Lehrern erwarten kön­nen:

einen fre­undlichen und höflichen Umgang mit allen Schülern

Gerechtigkeit, so dass nie­mand bevorzugt oder benachteiligt wird

genaue und gute Erk­lärun­gen im Unter­richt

Lehrer sind immer Ansprech­part­ner für die Schüler und reagieren ver­ständ­nis-voll.

Sie helfen bei Stre­it­igkeit­en im Unter-richt und in den Pausen.

Sie ver­bi­eten nicht immer alles, was Spaß macht und sind auch mal „großzügig”.

 

Unsere Schulregeln:

Daran wollen wir uns hal­ten!

 

In der Klasse:

Ich bin immer höflich.

Ich höre zu, lasse andere ausre­den und in Ruhe arbeit­en.

Wenn ich etwas sagen möchte, zeige ich auf!

Ich rufe nicht in die Klasse!

Ich lasse den Anderen ausre­den.

Ich esse nur in den Pausen oder wenn es erlaubt ist.

Beim Früh­stück sitze ich auf einem Platz und räume nach­her auf.

Nach der Pause set­ze ich mich auf meinen Platz.

Vor dem Sportun­ter­richt stellen wir uns auf.

 

Im Schul­ge­bäude:

Ich gehe leise und langsam durch das Trep­pen­haus.

Ich trete, schlage und schub­se nie­man­den.

Die aus­gestell­ten Bilder schaue ich nur an.

Ich gehe sorgfältig mit den Ein­rich­tun­gen und der Ausstat­tung der Schule um.

Die Toi­let­ten sind kein Spielplatz und kein Tre­ff­punkt.

Ich hin­ter­lasse die Toi­let­ten sauber.

 

Auf dem Schul­gelände:

Ich achte das Spiel ander­er Kinder und (zer)störe nicht(s).

Ich mis­che mich nicht in andere Angele­gen­heit­en ein. Wenn meine Hil­fe benötigt wird, biete ich diese an.

Wenn ich einen Stre­it habe, kläre ich ihn mit Worten oder hole mir Hil­fe von der Auf­sicht.

Ich schlage und trete nicht und benutze auch keine Schimpfwörter.

Ich spiele und schlage nicht mit Stöck­en.

Ich werfe nicht mit Schnee­bällen oder Sand.

Während der Pausen gehe ich nicht ins Schul­ge­bäude.

Ich befolge die Anweisun­gen der Auf­sicht und beachte die Hin­weise der Pausen­helfer.

Mit diesen Schul­regeln wollen wir die Kinder vor allem dazu anleit­en, Ver­ant­wor­tung für sich selb­st und andere zu übernehmen. Ziel ist, für ein beständig gutes Schulk­li­ma zu sor­gen, damit alle Kinder erfol­gre­ich und zufrieden sein kön­nen. Unsere Regeln sind in allen Klassen besprochen wor­den. Auch die Eltern wer­den regelmäßig auf Eltern­aben­den über unsere Schul­regeln informiert.

Maßnahmen bei Fehlverhalten:

Wenn Regeln nicht einge­hal­ten wer­den, müssen wir zum Schutz der Kinder und zum Erhalt des guten Schulk­li­mas Maß­nah­men ergreifen. Zunächst wird  in ein­er all­ge­meinen Über­sicht verdeut­licht, wie wir schulisch und außer­schulisch reagieren kön­nen.  Anhand des Maß­nah­menkat­a­logs wird deut­lich, wie wir bei Ver­let­zung der Schul­regeln prak­tisch reagieren:

All­ge­meine Über­sicht:

Schulis­che und außer­schulis­che erzieherische Maß­nah­men der Lud­wigschuleals Reak­tion auf For­men von Gewalt und Unter­richtsstörun­gen:

  1. Unmit­tel­bare schulis­che Maß­nah­men als Reak­tion auf:
  • kör­per­liche Gewalt
  • ver­bale Gewalt
  • sach­liche Gewalt
  • Unter­richtsstörun­gen

siehe Rück­seite (Stufe 1 + 2)

2. Weit­er­führende schulis­che Maß­nah­men:

  • Elternge­spräche [ + Car­i­tas (BiG)]
  • Beratungslehrerin
  • Schulleitung

siehe Rück­seite (Stufe 3)

3. Außer­schulis­che Maß­nah­men:

  • Car­i­tas (BiG = Beratung in Grund­schulen)
  • Jugendamt/Jugendhilfe
  • Schulpsy­chol­o­gis­che Beratungsstelle
  • SPZ/Rheine
  • Förder­schule (Beratungsan­frage/Förder-schul­ver­fahren)

siehe Rück­seite (Stufe 4 + 5)

   

Maß­nah­men bei Fehlver­hal­ten

Fol­gen bei Ver­let­zung der Schul­regeln

 

 

Stufen bei Fehlver­hal­ten

 

 

Beispiele für ver­bale, kör­per­liche und sach­liche Ver­let­zun­gen der Schul­regeln

 

Maß­nah­men der Schule bei Fehlver­hal­ten                      (… je nach Häu­figkeit und Schwere…)

1

  • Belei­di­gun­gen, Schimpfwörter
  • leichte, kör­per­liche Auseinan­der­set­zun­gen
  • Unter­richtsstörun­gen
  • Ein­satz des Rück­meldesys­tems (Ampel/ Karten)
  • Ermah­nung und Entschuldigung beim Betrof­fe­nen

2

  • wieder­holte Belei­di­gun­gen
  • wieder­holte kör­per­liche Auseinan­der­set­zun­gen
  • mas­si­vere Unter­richtsstörun­gen
  • Entschuldigungs­bild- und/oder -brief an den Betrof­fe­nen
  • Rote Karte / Ampel auf rot:
  • 1. Jahrgang: malen (1. Hj.) + schreiben (2. Hj)
  • 2.- 4. Jahrgänge: Nach­denkzettel schreiben
  • evtl. Pausen­ver­bot unter Auf­sicht
  • Eltern­in­for­ma­tion: Nach­denkzettel zur Unter­schrift (Postmappe)

3

  • wieder­holte und aggres­sive Form von ver­balem, kör­per­lichem und sach­lichem Fehlver­hal­ten
  • erhe­bliche Unter­richtsstörun­gen
    ⇒ Maß­nah­men der Stufen 1 und 2 greifen nicht
  • je nach Schwere und Häu­figkeit find­et ein Gespräch mit dem Schulleit­er statt
  • evtl. Kon­tak­tauf­nahme mit Beratungslehrerin
  • Elternge­spräch (wenn möglich unter Ein­bezug der Car­i­tas (Herr Holtkamp)
  • ⇒ nach Absprache mit Eltern und Schule Ankündi­gung weit­er­er erzieherisch­er Maß­nah­men z.B.:
  • →stun­den­weise Über­weisung in eine andere Klasse
  • →Kind von der Schule abholen lassen
  • evtl. Beratungsan­frage an die Förder­schule
  • Eltern­in­for­ma­tion: ab Stufe 3 erfol­gt die Infor­ma­tion an Eltern tele­fonisch, per­sön­lich oder schriftlich durch die Schule.

4

  • weit­ere wieder­holte und aggres­sive Form von ver­balem, kör­per­lichem und sach­lichem Fehlver­hal­ten (z.B. Bedro­hung, Erpres­sung, Gewalt) trotz Elternge­spräch
  • erhe­bliche Unter­richtsstörun­gen ⇒ Maß­nah­men von Stufe 3 greifen nicht
  •  verbindliche Beratungsan­frage an die Förder­schule
  • Elternge­spräch mit Schulleit­er unter Ankündi­gung weit­er­er erzieherisch­er Maß­nah­men:
  •  → Über­weisung für ein/mehrere Tag(e) in Par­al­lelk­lasse
  • →evtl. stun­den- bzw. tageweise Auss­chluss vom Unter­richt
  • evtl. Ein­beziehung des Jugen­damtes
  • evtl. Ein­beziehung der Schulpsy­chol­o­gis­che Beratung

5

  • Steigerung von Stufe 4
  • mas­sive, unzu­mut­bare Unter­richtsstörun­gen
  • ⇒ Maß­nah­men von Stufe 4 greifen nicht
  • Anord­nung von Ord­nungs­maß­nahme (Bsp.: Ver­set­zung in eine Par­al­lelk­lasse)
  • AOSF-Ver­fahren

 

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