Bewegungspausen

Die Lud­wig­grund­schule ver­ste­ht sich als bewe­gungs­fre­undliche Schule. Das The­ma „Bewe­gung“ bildet einen der Schw­er­punk­te unseres Schul­pro­fils. In unser­er Schule ver­suchen wir den Kindern auf ver­schiede­nen Ebe­nen Möglichkeit­en zur vielfälti­gen Bewe­gung zu bieten, sowie die Gesund­heit­serziehung zu fördern.

Bewe­gung in der Schule ist daher päd­a­gogisch wertvoll und…

  • …dient dem Span­nungs- und Aggres­sion­s­ab­bau
  • …unter­stützt das Konzept des ganzheitlichen Ler­nens
  • … ver­mit­telt den Kindern eine pos­i­tive Leben­se­in­stel­lung zu regelmäßigem Bewe­gung­shan­deln
  • …fördert die Wahrnehmungs­fähigkeit
  • …soll den Kindern ein pos­i­tives Selb­stkonzept ver­mit­teln
  • … ist für die kog­ni­tive und sozial-emo­tionale Entwick­lung bedeut­sam
  • …schafft ver­mehrt Gele­gen­heit­en des aktiv­en Aus­tauschs mit Lern­part­nern
  • …soll Hal­tungss­chä­den und Herz-Kreis­laufer­krankun­gen vor­beu­gen
  • …beugt all­ge­meinen Bewe­gungs­man­gel vor
  • …dient zur Verbesserung der kon­di­tionellen und koor­di­na­tiv­en Entwick­lung
  • v.m.

Hierzu gehören:

Der Schul­hof = Raum für Entwick­lung

Das große Spiel- und Platzange­bot des Schul­hofes wird der Forderung nach frei gewählten Spiel­räu­men mit Erprobungsmöglichkeit­en gerecht. Ohne Zwang kön­nen die Kinder nach eigen­em Ermessen Spiel- und Bewe­gungs­for­men wählen und sich nach eige­nen Fähigkeit­en erproben und exper­i­men­tieren. Die Rück­sicht auf andere ist ein wichtiger Ler­naspekt bei diesen freien Spielfor­men und fördert die Selb­st- und Sozialkom­pe­tenz der Schüler. In den let­zten Schul­jahren sind die Schüler­wün­sche zur Pausen­hofgestal­tung aktiv mitein­be­zo­gen wor­den. So kon­nte nach einem Spon­soren­lauf 2010 der Klet­ter­wirbel als Spiel­gerüst finanziert wer­den, der bis heute seine Attrak­tiv­ität für die Kinder behal­ten hat. Im Laufe der ver­gan­genen Jahre sind darüber hin­aus Klet­ter­turm, Ball­trichter, neue Turn­stan­gen, große Fußball­tore und ein Hock­eyfeld instal­liert wor­den. Im Schul­jahr 2013/2014 wurde der Schul­ho­fas­phalt im ersten Schritt saniert, die große und endgültige Sanierung erfol­gt je nach Haushalt­slage der Stadt Ibben­büren in 2 bis 3 Jahren. Im Rah­men unser­er Minipro­jek­te ent­standen Bewe­gungssta­tio­nen am Rand des Schul­hofes. Hier kön­nen nun auch Kinder während der Pausen­zeit­en, Zeit­en der Bewe­gungspausen in Unter­richt­sein­heit­en oder Schul­sportein­heit­en auf dem Schul­hof kreative Bewe­gungsübun­gen ausüben.

Seit­ens des Fördervere­ins wurde mit ein­er Elternini­tia­tive zeit­nah die Schul­hof­be­malung erneuert. Wün­sche der Kinder wur­den bei den Motiv­en nach Mehrheit­sentscheid berück­sichtigt. Außer­dem wurde ein Nieder­seilk­let­ter­garten in

Koop­er­a­tion von Eltern, Fördervere­in und der Stadt Ibben­büren in den Oster­fe­rien 2014 ver­wirk­licht.

Die ange­führten Möglichkeit­en bieten für jede Klassen­stufe Ange­bote, die sowohl von jün­geren bzw. älteren Kinder in Anspruch genom­men wer­den kön­nen. Die freie Wahl ste­ht an erster Stelle und ermöglicht unsicheren und ängstlichen Kindern einen sicheren Ein­stieg, sowie motorisch geschul­ten Kindern ein reizvolles Erproben.

Für das bei den meis­ten Kindern beliebte Spiel auf dem Fußballfeld wird ein Hal­b­jahre­s­plan erstellt, der jed­er Klasse eigens genutzte Fußbal­lzeit­en zus­pricht. Ähn­lich wird die Pausen­zeit für das Spiel auf dem Hock­eyfeld eingeteilt, auf dem die Kinder des 3. Und 4. Schul­jahres nach dem Erwerb des Hock­eyführerscheins spie­len dür­fen.

Gern kön­nen Sie bei Inter­esse auch das „Pausen­hofkonzept“  im Schul­pro­gramm unser­er Schule ein­se­hen.

Bewe­gungspausen während der Unter­richt­sein­heit­en

Unter­suchun­gen bele­gen, „dass Kinder sich nur eine befris­tete Zeit beschäfti­gen kön­nen, zum anderen, dass aktives “sich Be­wegen” bere­its nach weni­gen Minuten eine neue leib­seel­is­che wie geistige Frische her­vor­rufen kann“ (Thiel, 2002). Es kommt auf das Alter des Kindes (5 -7 Jahre 15 min, 7 – 10 Jahre 20 min.) an, wie lange es sich für einen Teil der Unter­richtsstunde konzen­tri­eren kann. Dies hat eben­falls Klimt (in Oppolz­er, 2006) diag­nos­tiziert.

In unser­er Unter­richt­sprax­is schieben wir kurze Bewe­gungspausen in Form von Bewe­gungsliedern, Bewe­gungsübun­gen aus eigens von Schülern im Rah­men eines Minipro­jek­tes erar­beit­eten Bewe­gungs­buchs oder geziel­ten Lau­fauf­gaben auf/über dem/den Schul­hof in den Unter­richt ein. (Text: S. Lauer­er)

Thiel, A., Teu­bert, H. & Klein­di­enst-Cachay, C. (2004). Die „Bewegte Schule“ auf dem Weg in die Pra­xis, The­o­retis­che und empirische Analy­sen ein­er päd­a­gogis­chen Inno­va­tion (2. über­arb. Aufl.). Balt­mannsweil­er: Schnei­der.

Oppolz­er, U. (2006). Bewegte Schüler ler­nen leichter. Ein Bewe­gungskonzept für die Pri­marstufe, Se­kundarstufe I und II (2. Auflage). Dort­mund: borgmann pub­lish­ing.

 

 

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